Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten Lignane der Leinsamen während des Herstellungsprozesses entfernt werden und Leinöl somit keine ausreichenden Lignanmengen mehr enthält. Die Lignane sind in den Hüllen der Leinsamen konzentriert, sodass sie bei der Verarbeitung zerstört werden können. Aus diesem Grund befinden sich im Leinöl kaum noch Lignane, es sei denn, es handelt sich um eine der häufig erhältlichen Ölsorten, die mit gemahlenem Leinsamen (der Lignane enthält) angereichert wurden.
Der Gehalt an SDG (dem Hauptlignan) in einem mit Lignanen angereicherten Leinöl hängt jedoch von zwei Faktoren ab:
- Lignangehalt im Leinsamen, der verarbeitet wurde
- Vermischung der Leinsamen-Partikel mit dem Öl
Leinsamen sind in Öl nicht löslich, sodass sie sich nicht mit dem Öl vermischen, sondern auf dem Boden der Flasche absetzen. Unabhängige Tests haben gezeigt, dass die im Handel erhältlichen Produkte einen sehr unterschiedlichen Lignangehalt aufweisen. Mittlerweile gibt es jedoch Verfahren zur Extraktion, Reinigung und Mikronisierung der im Leinsamen enthaltenen Lignane, sodass sie in das Leinöl und damit auch in funktionelle Nahrungsmittel integriert werden können. Vom gesundheitlichen Nutzen der Lignane kann jetzt also auf genussvolle Weise profitiert werden
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